Das Lagertor in Gmünd – Geschichte & Bedeutung

Rendering des Lagertores in Gmünd, 1:87 3D-Druck-Modell
Rendering des Lagertores in Gmünd, 1:87 3D-Druck-Modell

Ein historisches Denkmal aus dem Ersten Weltkrieg

Das Lagertor in Gmünd ist ein bedeutendes Relikt aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und war einst der Haupteingang zum Flüchtlingslager Gmünd. Zwischen 1914 und 1918 diente dieses Lager als eine der größten Unterkünfte für Flüchtlinge der Österreich-Ungarischen Monarchie. Auf einer Fläche von etwa 550.000 Quadratmetern fanden bis zu 30.000 Menschen Schutz – überwiegend aus Galizien, der Bukowina und ab 1915 auch aus Istrien.

Vom Flüchtlingslager zur Gmünd-Neustadt

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Lager aufgelöst, und auf dem Gelände entstand der Stadtteil Gmünd-Neustadt. Das Lagertor blieb jedoch als historisches Wahrzeichen erhalten. Heute beherbergt es das “Haus der Gmünder Zeitgeschichte”, ein Museum, das die bewegte Vergangenheit der Stadt dokumentiert und an die Schicksale der Flüchtlinge erinnert.

Das historische Erbe des Lagers

Die ursprüngliche Struktur des Flüchtlingslagers ist bis heute im Stadtbild von Gmünd-Neustadt erkennbar. Neben dem Lagertor sind weitere historische Gebäude erhalten geblieben, darunter:

  • Die ehemalige Barackenverwaltung,

  • Die Lagergendarmerie,

  • Das Spitalsportiershäuschen.

Diese Gebäude sind Zeitzeugen eines wichtigen Kapitels der österreichischen Geschichte.

Führungen & Besichtigungen des Lagertors in Gmünd

Interessierte Besucher können an historischen Führungen teilnehmen. Diese Rundgänge führen zu den erhaltenen Gebäuden und vermitteln spannende Einblicke in die Geschichte des Lagers, die Lebensumstände der Flüchtlinge sowie die Entwicklung von Gmünd-Neustadt.

Besichtigungstipp: Das Haus der Gmünder Zeitgeschichte bietet regelmäßig Veranstaltungen und Sonderausstellungen an.

Quellen & weiterführende Informationen

  • Teile dieses Textes basieren auf Inhalten aus Wikipedia (Lizenz: CC BY-SA 4.0).

  • Weitere Informationen stammen aus Berichten von ORF und MeinBezirk.

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